Schablonen-Technik: Nagelverlängerung mit Schablone

Schablonen-Technik

Nagelmodellage mit Schablone

Eine Alternative zur Nagelverlängerung mit Tips ist die Schablonen-Technik.
Angewendet wird sie vor allem dann, wenn eine Verlängerung mit Tips nicht möglich oder erwünscht ist. Dies kann der Fall sein, wenn es für die Naturnägel aufgrund deren Größe keine passenden Tips gibt, eine Allergie gegen den Tip-Kleber vorliegt oder die Nägel stark deformiert sind. Auch bei stark strapazierten Nägeln, die nicht mehr weiter befeilt werden können, wie es für den Einsatz von Tips notwendig wäre, kann der Nagelaufbau mit Schablonen Abhilfe schaffen.

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Was sind Schablonen?

Modellierschablonen werden als formgebende Stütze für den Nagelaufbau an der Spitze des Naturnagels eingesetzt.

Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen: So wird etwa zwischen Einwegschablonen und Mehrwegschablonen unterschieden. Einwegschablonen bestehen aus flexiblen metallbeschichtetem Papier mit einer selbstklebenden Rückseite. Mehrwegschablonen sind teflonbeschichtet. Beide Schablonenarten können der Form der Fingerkuppe angepasst werden.

Auch gibt es Unterschiede hinsichtlich der Schablonenform. So gibt es eckige und runde Schablonen. Die eckigen Schablonen ragen weiter über die Nagelspitze des Naturnagels hervor und eignen sich deshalb besser für das Modellieren von längeren Nägeln.
Um eine einheitliche Nagellänge modellieren zu können, zeigen manche Schablonen außerdem feine Rasterlinien.

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Nagelverlängerung mit Schablone – Anleitung

Schritt 1: Nagelhaut entfernen

Wie bei jeder anderen Nagelmodellage auch, muss der Naturnagel für die Schablonen-Technik sorgfältig vorbereitet werden.

Hierfür solltest du deine Hände zunächst waschen und desinfizieren.

Im nächsten Schritt gilt es die Nagelhaut mit Hilfe eines Nagelhautschieber vorsichtig zurückzuschieben. Dabei solltest du unbedingt darauf achten, dass du den Schieber flach hältst, um Verletzungen zu vermeiden.

Neben der sichtbaren Nagelhaut, befindet sich auf der Nagelplatte stets auch unsichtbare Nagelhaut, die du ebenfalls entfernen musst. Diese wird sichtbar, wenn du den Nagelhautschieber vorsichtig über den Naturnagel führst. Die Nagelhaut an den Nagelrändern kannst du mit Hilfe eines Hufstäbchens entfernen.

Arbeitest du beim Entfernen der Nagelhaut sorglos, kann die Modellage nicht richtig haften, was zu Lockerungen des Materials führen kann. Es lohnt sich deshalb hier gründlich zu arbeiten. 

Schritt 2: Nägel mattieren

Nachdem du die Nagelhaut entfernt hast, gilt es den Nagel anzurauen. Hierzu solltest du eine Nagelfeile nutzen, die eine Körnung von 180 Grit hat. 

Beim Anrauens der Nägel solltest du vorsichtig vorgehen. Du solltest dabei keinen Druck ausüben und jede Stelle wirklich nur einmal befeilen. Fertig mit dem Anrauen bist du, wenn du feine Kratzer auf der Nageloberfläche sehen kannst und keine glänzende Stelle mehr zu sehen ist.

Im nächsten schritt kommt der Buffer zum Einsatz. Der Buffer dient dazu die Nagelplatte im Anschluss an das Anrauen sorgfältig zu mattieren und damit auf die Modellage vorzubereiten. Der Naturnagel wird mit dem Buffer in Quer- und auch in Wuchsrichtung bearbeitet. Dabei solltest du vorsichtig  vorgehen, um die Hornplatte nicht zu stark auszudünnen. Denn wird der Nagel einmal zu dünn, besteht das Risiko, dass das im Anschluss verwendete Material keinen Halt findet und sich vom Nagel abzulösen beginnt.

Um die Nageloberfläche fettfrei zu halten, solltest du diese nach dem Mattieren nicht mehr mit den Fingern berühren. Nur so wird bei der Nagelmodellage eine optimale Haftung des Gels gewährleistet.

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Schritt 3: Nägel kürzen oder in Form feilen

Im Gegensatz zur Nagelverlängerung mit Tips, für die der Naturnagel möglichst kurz gefeilt werden muss, muss der Nagel für die Nagelmodellage mit Schablone mindestens zwei Millimeter über die Fingerkuppe hinausragen. Versuche die Nägel alle auf die entsprechende Länger zu feilen.

Schritt 4: Nagelschablonen anbringen

Nach der Naturnagelvorbereitung gilt es die ausgewählten Schablonen sorgsam anzubringen. Hierzu schiebst du die Modellierschablone vorsichtig unter die Nagelspitze. Dabei ist besondere Vorsicht geboten. Wer hier unvorsichtig arbeitet, riskiert die unter dem Nagel liegende Nagelhaut zu verletzen.

Beim Anbringen solltest du außerdem auf den perfekten Sitz an allen Seiten achten. So muss die Schablone lückenlos mit der Kante des Naturnagels abschließen. Die seitlichen Flügel werden fest an den Seiten des Fingers fixiert um ein Verrutschen zu verhindern. Die Flügel sollten auf der Unterseite des Fingers genau übereinander liegen.
Nun kann die Schablone soweit gebogen werden, dass die Schablone die gewünschte Nagelrundung zeigt.

Werden wieder verwendbare Modellierschablonen genutzt, wird der Finger in die Schablone eingespannt. Die gewünschte Wölbung und Breite des Nagels lassen sich dann über den anliegenden Metallbügelregulieren.

Schritt 5: Aufbaugel auftragen

Sobald du die Nagel-Schablone angebracht hast, kannst du mit der eigentlichen Gel-Modellage beginnen. Die Schablonen dienen dabei als Stütze, um den Naturnagel mit Aufbaugel über seine Kante hinaus zu verlängern.

Das Aufbaugel wird dafür nun über den kompletten Nagel und über sein Ende hinaus schwebend auf die Schablone aufgetragen. Hierbei ist es wichtig, dass das Gel auf dem Übergang von Nagel zu Schablone nicht abreißt, da sonst Soll-Bruchstellen entstehen können.

Wurde der Nagel einmal bis zur gewünschten Länge modelliert, wird das Gel für zwei Minuten unter der UV-Lampe ausgehärtet.

Nagelmodellage mit Schablonen-Technik

Schritt 6: Farbgel auftragen

Nach dem Aushärten des Aufbaugels wird begonnen, den Nagel wie bei einer normalen Gelmodellage schichtweise aufzubauen. Dabei ist es wichtig einen stabilen Übergang zu modellieren, um Haltbarkeit zu erreichen.

Das Gel sollte deshalb zunächst auf den Stresspunkt – die Stelle des Übergangs zwischen Naturnagel und Kunstnagel – aufzutragen, da der Nagel hier am ehesten brichst. Von dieser Stelle wird das Gel dann schwebend nach vorne gezogen.

Nach dem Auftragen wird jede Gel-Schicht für zwei Minuten unter der UV-Lampe ausgehärtet.

Schritt 7: Schablone entfernen

Nach der Grundierung, dem Aufbau und dem Durchhärten unter der UV-Lampe, kann die Schablone entfernt werden.
Hier sollte die Schablone unter dem Kunstnagel vorsichtig zusammengedrückt und abgezogen werden. Sichtbar wird ein dünner Gelnagel, der im nächsten Schritt leicht angebuffert werden sollte.

Schritt 8: Nägel in Form feilen

Im nächsten Schritt werden die verlängerten Nägel vorsichtig in Form gefeilt. Hierzu sollte eine feinkörnigen Feile verwendet werden, da es bei der Verwendung von gröberen Feilen zu Haarrissen kommen kann, die das Gel instabil machen.

Mattiere dann den Kunstnagel mit dem Buffer leicht an. Da sich besonders am Nagelansatz während der Modellage häufig ein Gel-Wulst bildet, sollte dieser Stelle während des Glättens besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Schritt 9: Versiegelungsgel auftragen

Um der Nagelmodellage zu stabilisieren und ihr einen schönen Glanz zu verleihen, solltest du nun das Versiegelungsgel auftragen und sorgfältig aushärten. Im Anschluss kannst du die Schwitzschicht mit einer Zellette und etwas Cleaner abnehmen. Hierfür ist es sinnvoll den Nagel zunächst etwas auskühlen zu lassen.

Schritt 10: Nagel-Öl einmassieren

Um die Nagelhaut vor dem Austrocknen oder Einreißen zu schützen, solltest du nach der Nagelmodellage etwas Nagel-Öl in die Nagelhaut einmassieren.

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Nagelverlängerung für Fortgeschrittene

Die Nagelverlängerung mit Schablone erfordert etwas Übung. Um ein stabiles Ergebnis zu erzielen, kommt es auf passgenaue, sorgfältige Arbeit an. Die Mühen dafür lohnen sich jedoch: Nägel, die mit Schablone verlängert wurden, erscheinen sehr natürlich. 

Schablonen-Technik oder Tips – Was ist besser?

Naturnägel können sowohl mit Tips wie auch mit Schablone verlängert werden. Beide Methoden sind geeignet die Nägel in Wunschlänge und -form zu bringen und die für den Alltag notwendige Stabilität zu erzeugen. Welche Methode dafür die Bessere ist, lässt sich dabei nicht pauschal beantworten und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Vorteile einer Nagelverlängerung mit Tips

Für die Nagelverlängerung mit Tips müssen die Naturnägel möglichst kurz sein. Diese Methode eignet sich deshalb sehr gut für Nagelkauer oder Frauen, die von Natur aus sehr brüchige Nägel haben.

Diese Form der Naturnagelverlängerung hat außerdem den Vorteil, das die künstlichen Spitzen bereits beim Anbringen alle die gleiche Länge und Form haben und nicht mehr zurecht gefeilt werden müssen.

Vorteile der Schablonen-Technik

Die Schablonen-Technik eignet sich besonders für Frauen, deren Nägel deformiert sind oder übermäßig breit oder flach sind, so dass sich keine passenden Tips finden lassen. Auch strapazierte Nägel, die nicht mehr weiter befeilt werden können, können mit der Hilfe von Modellierschablonen verlängert werden. Kunstnägel, die mit der Hilfe von Schablonen modelliert wurden, sind außerdem relativ dünn und wirken deshalb natürlicher.  

4 Kommentare zu „Schablonen-Technik: Nagelverlängerung mit Schablone“

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